Hille Familie

Heimat- und Ahnenforschung in Nordböhmen und darüber hinaus

Pläne zur Ortsgeschichte von Röhrsdorf

Basis für die Rekonstruktion der ursprünglichen Bauerngehöfte waren die Angaben bei der Schleinitzer Teilung von 1566, die Katasterpläne von 1843 sowie allgemeine Überlegungen, wie die Gründung des Ortes sich vollzogen haben mag.

Nach C. Maaz erfolgten die Rodung und die erste Ansiedlung der Dörfer im Nord-böhmischen Niederland binnen weniger Jahre. Er schätze so zwischen 1200 und 1210.

Rekonstruktion der Urgehöfte, um 1400

Röhrsdorf um 1566, zur Zeit der Schleinitzschen Teilung

Röhrsdorf zu Beginn der Mannschaftsbücher

Ein Ergebnis der Untersuchungen zur Familie Protze waren diese Ortsplänen, denen ab 1752 auch eine gewisse Grundordnung bei der Vergabe der damaligen Hausnummern zu entnehmen ist. Anders als bei den Bauern und Gärtnern, deren Zählung im Uhrzeigersinn erfolgt (beginnend bei den Bauern am Lehnbauerngut, bei den Gärtnern am südlichen Ende des Ortes), ist bei den Auhäusern grundsätzlich eine lineare Tendenz in der Abfolge der Nummerierungen zu erkennen, beginnend im Norden (Nr. 1 neben dem Lehnbauerngut) und endend im Süden bei Nr. 30, der Brettmühle der Familie Richter.

Röhrsdorf um 1845, als die erste detaillierte Karte entstanden ist (siehe Beitragsbild)

Röhrsdorf 1945, als die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde.