Hille Familie

Heimat- und Ahnenforschung in Nordböhmen und darüber hinaus

Historische Farbbilder zur Fa. Hille & Hampel in Schönau

Beschreibung aus dem Jahr 1858:

„Im Hauptgebäude (1851/52 erbaut) befanden sich 4 Arbeitssäle, die Färberei, die Magazine und ein Trockenboden. In den Nebengebäuden die Wohnungen der Fabrikbesitzer, das Kontor sowie die Appretur- und Twistanlage. Produziert wurde nicht nur in der Fabrik sondern auch außer Haus Bänder aller Art, Gurt- und Gewehrbänder und Hosenträger. Interessant war, dass diese Fabrik über eine Maschinenbauerei verfügte, um die benötigten Maschinen im eigenen Hause herstellen zu können.“

Auf dieser ältesten Ansicht sind folgende Gebäude der Firma zu erkennen:

1. rechts ein Umgebindehaus, dabei kann es sich nur um die alte Nr. 50 handeln, das Elternhaus der Fabrikgründer und damit Geburtshaus des Bischofs Hille und wohl auch seiner Geschwister.

2. das große Fabrikgebäude, Nr. 343, drei Schornsteine, zwei Dachgeschosse, Krüppelwalmdach, zu dieser Zeit noch mit zwei Vollgeschossen, sandsteingequadertes Erdgeschoß.

3. davor ein einetagiges Fabrikgebäude, ein Schornstein durchstößt die Dachhaut. Hierbei handelt es sich vermutlich um die ehemalige Nr. 352

4. links daneben der Giebel eines Fachwerkhauses, hierbei könnte es sich um das Haus Nr. 54 handeln.

5. ganz links das Wohnhaus der Fabrikanten, Nr. 51.

6. gleich hinter dem Zaun und zum großen Teil durch Bäume verdeckt ein flaches technisches Gebäude, von dem heute noch der lang gestreckte Gewölbekeller erhalten geblieben ist.

Am Zaun steht das im Jahr 1844 von Ambros Hille errichtete Kreuz mit eisernem Kruzifix.

Der Gedenkstein für Bischof Hille, der im Jahr 1865 von seinem Neffen Johann Hille errichtet wurde, fehlt noch.

Diese beiden farbigen Lithographien sind gewiß zeitgleich entstanden. Die Darstellungen entsprechen im Wesentlichen der von 1858, allerdings sind ettliche Änderungen gegenüber der farbigen Lithographie ganz oben festzustellen.

So sind das Gebäude 343 und das technische Gebäude 352 mit Esse bereits aufgestockt.

Die Beschreibung zum unteren Bild, von rechts beginnend:

1. das Wohnhaus Nr. 51, hierbei ist gut der Seitenflügel mit 3 Fenstern zu erkennen

2. vom Wohnhaus Nr. 50 sind nur schwach zu erkennen ein Giebel sowie ein anschließendes Dach, dies entspricht der frühen Darstellung (siehe links die Nr. 1)

3. ein technisches zweietagiges  Fabrikgebäude Nr. 352, mit Schornstein, es steht schräg zum Wohnhaus,

4. das Haus Nr. 343, nunmehr mit einem weiteren Geschoß sowie einem Volutengiebel und senkrechten säulenartigen Strukturen. Das Untergeschoß ist offensichtlich steinsichtig gestaltet, wie schon auf dem frühen Bild ganz oben.

5. ein Umgebindehaus mit Fachwerkobergeschoß, vermutlich die Nr. 53, gehörte wohl ebenfalls zum Firmenkomplex

Die beiden unteren Farbbilder stammen aus der Slg. Liebisch, Halle

Zur Orientierung hier der Katasterplan. Der Neubau Nr. 54 fehlt noch auf dem drei Farbbildern.