Hille Familie

Heimat- und Ahnenforschung in Nordböhmen und darüber hinaus

Familie Lissner-Tischler in Schönau Nr. 308 und Nr. 318

Familie der Schwester meines Urgroßvaters.

Marie, die zweite Tochter von Bernard Strobach I, wurde am 28.05.1870 in Schönau Nr. 116 geboren (beim „Kleinen Johann“). Mit 15 Jahren ging sie bei Fa. Franze, Schönau Nr. 360, „in den Dienst“. Am 29.06.1892 (195) heiratete sie den Emanuel Stefan Lißner, Bandweber und Posamentier in Schönau Nr. 36, Sohn des Heinrich Lißner, Bandweber und Inwohner in Schönau Nr. 87 und der Veronika, T. v. Taddäus Lißner in Schönau Nr. 334. Zeuge waren: Alois Lißner Werkführer in Schönau Nr. 104 und Oswald Hampel, Knopfarbeiter in Schönau Nr. 121. Unterschrift: Bernard Strobach als Vater.

Marie Lissner (1870-1948)

Emanuel Lissner (1865-1939)

Emanuel Lissner hatte drei Brüder: Wenzel – war blind und lebte in Schönau Nr. 428 (1904 Fabrikarbeiter in Schönau 129), seine Frau war Hebamme, auch von meiner Großmutter; Heinrich – war Tischler in Wölmsdorf Nr. 29; Franz – lebte in Hilgersdorf und war ledig.

Emanuel und Marie Lissner lebten zuerst bei „Heinrichs“ Nr. 367. Dort wurden die beiden Kinder geboren: Josef 1896 und Marie 1914. Dann zog die Familie zu Leimt-Maschke Nr. 134. Dieser hieß auch Strobach (ein entfernter Verwandter). Dann zogen sie in die Nr. 50 zur jungen Marschnerfamilie. Hier wohnten sie bis 1925. in diesem Jahr zogen sie in das eigene Haus Schützenhausstraße Nr. 308. Josef Lissner hatte dieses Haus von Heinrich Klinger „Konsum-Klinger“ gekauft, der später auch ein Cafè hatte.

Familie Lissner: hinten Rosa und Josef Lissner (Kreuzel-Seff); vorn links Marie Lissner, verh. Tischler, Marie Lissner, geb. Strobach, Emanuel Lissner

Ehe hier die Familie Lissner einzog, wohnte hier die Familie Lang, und zuvor das Hornfräulein, eine Handarbeitslehrerin. Laut Zensus 1921 wohnte hier Familie Spork (Emilie Spork war Hebamme).

Emanuel Lissner (Onkel Manuel) arbeitete als Bandweber bei Müller-Franz in Leopoldsruh. Die Firma gehörte später zu Hossner-Rudolf. Die Tochter Marie heiratete 1940 den Franz Tischler und wohnten dann bei den Schwiegereltern Nr. 318, dem ersten Haus hinter dem Bahndamm. Hier wurden die beiden Kinder geboren (Irene 1940) und Helmut (1942)

Schönau Nr. 318, Fröhlichkolonie, hinter der Bahnlinie, Wohnhaus der Familie Tischler

Emanuels Sohn Josef war gelernter Steindrucker bei Strobach, später als Reisender einer Spitzenfirma in Wien unterwegs. Seine Frau Rosa war Damenschneiderin. Josef Lissner führte den Namen „Kreuzel-Seff“, dieser Namen geht noch auf seine Ministrantenzeit zurück, da er bei Begräbnissen das Kreuz trug. Er starb kinderlos 1957.

Josef Lissner „Kreuzel-Seff“

Eltern Lissner mit Sohn Josef Kreuzel-Seff

Eltern Lissner mit Tochter Marie, verh. Tischler

Die Familie Tischler lebte nach der Vertreibung in Meiningen, wo Franz Tischler eine eigene Druckerei führte.

Marie Tischler, geb. Lissner, mit ihren beiden Kindern